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Aufforderung des VKIB - Bayern an die Deutsche Bahn AG

Am 27.04.2004 wurde in Nürnberg bei der Vollversammlung des VKIB - Bayern zur Deutsche Bahn AG folgendes Beschlossen.

Aufforderung des VKIB - Bayern
an die Deutsche Bahn AG

 

In Bayern betreibt die Deutsche Bahn AG 1.018 Bahnhöfe. Davon sind 845 nicht barrierefrei im Sinne der Behindertengleichstellungsgesetze des Bundes und des Freistaats, nur 17 % sind barrierefrei erreichbar.

Die in der Vereinigung der kommunalen Interessenvertreter von Menschen mit Behinderung in Bayern (VKIB) zusammengeschlossenen kommunalen Behindertenbeauftragten und Behindertenbeiräte verlangen und erwarten angesichts des völlig inakzeptablen Zustands die denkbar größten Anstrengungen der zuständigen Aufgabenträger (DB-AG Holding und Tochterfirmen, Bundes- und Landesverkehrsministerien, Bayer. Eisenbahngesellschaft, Kommunen, Kommunale Verkehrsbetriebe, Verkehrsverbünde u.a.), um die Diskriminierung behinderter Mitbürger zu beseitigen. Das sind allein in Bayern über 1 Million Menschen. Hinzu kommen die außerbayerischen Bahnkunden.

Es ist der VKIB bekannt, daß sich eine Vielzahl der nicht barrierefreien Stationen an weniger frequentierten Strecken findet. Angesichts der übergroßen Zahl erwarten wir die unverzügliche Erstellung einer Prioritätenliste. Wir erwarten dann, in einem überschaubaren Zeitraum trotz begrenzter Finanzmittel wenigstens die wichtigsten Bahnhöfe barrierefrei zu gestalten.

Parallel ist eine einheitliche Bahnsteighöhe (EU-Norm) einzuführen. Das Fahrzeugmaterial ist nur noch in barrierefreier Ausführung zu beschaffen bzw. zu renovieren.

Der VKIB strebt zu ihren Forderungen Zielvereinbarungen an.

Nürnberg, 27. April 2004

 

«Gleich richtig stellen»

 

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