Vorbemerkung: Die Behindertenbeauftragten sollen in der Beratung nicht die Aufgabe der Sozialdienste übernehmen. Zur Intervention bei Problemen ist aber das Basiswissen erforderlich.
Vor Ort gibt es große Unterschiede in der Ausgestaltung der Sozialdienste und damit in den Anforderungen an die Behindertenbeauftragten.
Der Fachbereich beschäftigt sich mit Leistungen:
• Wer ist berechtigt?
• Wer bietet die erforderlichen Leistungen an?
• Wer trägt die Kosten?
• Welche Formen von Leistungen gibt es (z.B. Sachleistung, Geldleistung,
persönliches Budget)?
• Rechtliche Grundlagen
Das alles soll Schritt für Schritt erarbeitet werden. Dafür ist es nicht erforderlich, das notwendige Wissen jeweils neu zu entwickeln, aber die Kenntnisse sollen zusammengeführt und den Behindertenbeauftragten in gebündelter Form zur Verfügung gestellt werden. Das Fachwissen holen wir uns zu jedem Thema von Fachleuten, die wir uns von außen jeweils dazu holen können.
Aufgaben des Fachbereichs
Klären von Zuständigkeiten
Aktuelle Entwicklungen bekannt machen
Netzwerke bilden
Öffentlichkeitsarbeit
Politische Einflussnahme
Stoffsammlung für die Behindertenbeauftragten
Umsetzung Behindertenrechtskonvention (=BRK)
Personelle Zusammensetzung:
Neben (selbstverständlich) Behindertenbeauftragten soll zu den ständigen Mitarbeitern ein unabhängiger Jurist und mindestens ein, besser mehrere Vertreter der OBA gehören.
Vertreter von Kostenträgern, Selbsthilfeverbänden usw. werden je nach Thema jeweils als externe Berater dazugeladen.
Dringende Themen:
Arge/Arbeitsagentur (Zusammen mit FB Arbeit)
Senioren (Zusammen mit Seniorenbeauftragten?)
• Wohnen
• Tagesstruktur
• Pflege
Ambulant vor stationär -> Umsetzung
Hilfsmittelbeschaffung
Krankenkassen, auch im Hinblick auf die aktuelle Gesundheitspolitik
Kommunikation
• Einfache Sprache
• Gebärdendolmetscher
• Braille
• Medien (z.T. zusammen mit FB IT)
• Unterstützte Kommunikation
Psyche, Psychisch Kranke
Betreuungsrecht
Terminvorschlag für die nächste Sitzung:
Nächster Termin wird noch bekannt gegeben.
Thema: Persönliches Budget, wir versuchen Frau Trendel vom Bezirk Mittelfranken als Referentin zu gewinnen.
Außerdem: wie geht es weiter? sowie Vorbereitung eines Fachtags.
Angedacht ist ein Fachtag zum Thema Persönliches Budget, wenn wir es schaffen im November in der Blindenanstalt in Nürnberg Langwasser.
Der Vorschlag aus dem Kreis der Teilnehmer ist, rotierend jeweils bei den 7 Bezirken zu tagen, soweit die Häuser barrierefrei sind.
Auf jeden Fall darf jeder mal weit fahren – ausgleichende Gerechtigkeit…
Eine Reihe von Vorschlägen, in welcher Form unsere Ergebnisse im Internet veröffentlicht werden, wird geprüft, z. B. Tabellarische Vergleiche der Regelungen in den einzelnen Bezirken und Ähnliches.